Schwimmverein Oberkochen

Glanzvolle Auftritte und starke Zeichen: Oberkochener Schwimmer begeistern beim Erlanger Röthelheim-Cup

Erlangen/Oberkochen. Ein Wochenende, das in Erinnerung bleibt – und eines, das eindrucksvoll zeigt, welches Potenzial im Leistungsschwimmen des Schwimmvereins Oberkochen steckt. Beim 29. Erlanger Röthelheim-Cup, der am 2. Adventswochenende (06. und 07. Dezember 2025) stattfand, tauchten die Oberkochener Schwimmerinnen und Schwimmer in eine neue Dimension des Wettkampfsports ein – und kamen mit glänzenden Erfolgen zurück.

Der traditionsreiche Langbahn-Wettkampf in Erlangen war eine echte Großveranstaltung: 676 Aktive aus 34 Vereinen, darunter starke Teams aus München, Nürnberg, Mannheim, Bamberg und Bayreuth, sorgten bei 3377 Starts für Hochbetrieb im Becken. Für die Oberkochener Athleten war dieses Format in seinem Ausmaß Neuland – und zugleich ein harter, aber wertvoller Gradmesser zum Start der Langbahnsaison.

Trotz – oder gerade wegen – der enormen Konkurrenz präsentierte sich das Team aus Oberkochen in beeindruckender Form. Vier Silber- und acht Bronzemedaillen sind die stolze Ausbeute eines Wochenendes, an dem Kampfgeist, Technik und mentale Stärke perfekt zusammenspielten. Besonders bemerkenswert: Der erste Langbahnwettkampf der Saison gilt aufgrund des regelmäßigen Trainings auf der Kurzbahn traditionell als Herausforderung – doch die Oberkochener Schwimmer meisterten sie mit Bravour.

Einmal mehr war Adrian Gölzer (Jg. 2012) der herausragende Medaillensammler. Mit zweimal Silber über 50 m Schmetterling und 200 m Brust sowie dreimal Bronze über 100 m und 200 m Schmetterling und 50 m Brust setzte er sportliche Ausrufezeichen. Ein besonderes Highlight lieferte er bei seinem ersten Start über 200 m Schmetterling: In 2:58,12 Minuten stellte er nicht nur einen neuen Vereinsrekord auf, sondern unterstrich eindrucksvoll seine Klasse auf der Langbahn.

Ihm dicht auf den Fersen: sein jüngerer Bruder Lukas Gölzer (Jg. 2017), der mit Silber über 50 m Brust sowie viermal Bronze über 50 m, 100 m und 200 m Freistil und 100 m Brust ein starkes Ausrufezeichen setzte. Eine Leistung, die zeigt, dass im Hause Gölzer nicht nur Talent, sondern auch Ehrgeiz zu Hause ist.

Auch Peter Schubert (Jg. 2008) sorgte für Begeisterung: Neben Silber über 200 m Rücken verbesserte er seinen eigenen Vereinsrekord in 2:51,04 Minuten – und das um fast fünf Sekunden. Eine Leistung, die die intensive Trainingsarbeit eindrucksvoll bestätigt. Zudem blieb er auf 50 m Freistil in 29,42 Sekunden erstmals unter der 30-Sekunden Marke.

Alexander Schöttle (Jg. 2008) erlebte ein Wochenende der knappen Entscheidungen. Für seine konstant starken Leistungen wurde er mit Bronze über 200 m Freistil in 2:25,11 Minuten belohnt. Über 50 m Freistil und 50 m Schmetterling verpasste er Vereinsrekorde und Pflichtzeiten für die Württembergischen Meisterschaften trotz neuer Bestzeiten nur hauchdünn. Besonders bitter – und zugleich motivierend: Über 50 m Freistil fehlten bei seiner Zeit von 0:27,57 Minuten lediglich 20 Hundertstel zur Pflichtzeit und 34 Hundertstel zum Vereinsrekord.

Auch ohne Medaillen glänzten Sarah Ickert (Jg. 2012), Yvonne Lengweiler (Jg. 2014) und Jana Rosenfeld (Jg. 2015) mit starken Leistungen sowie durchgängig neuen persönlichen Bestzeiten. Sarah absolvierte nicht nur erstmals 50 m, sondern auch 100 m Schmetterling auf der Langbahn und überzeugte souverän. Über 200 m Freistil steigerte sie sich um mehr als 30 Sekunden auf 3:11,36 Minuten.
Yvonne zeigte enorme Fortschritte über 50 m Brust und 50 m Freistil (Verbesserungen um 7 bzw. 10 Sekunden) und blieb über 200 m Brust erstmals unter vier Minuten.
Jana bewies beeindruckende Vielseitigkeit: Obwohl sie bislang nur Langbahnerfahrung über 50 m hatte, schwamm sie auf allen Strecken schneller als ihre Kurzbahnzeiten und verbesserte sich auf 0:49,34 Minuten (50 m Brust) und 0:43,82 Minuten (50 m Freistil).

Das starke Abschneiden war kein Zufall: Bei 39 Starts erzielten die Oberkochener Schwimmer 35 neue persönliche Bestzeiten – eine außergewöhnliche Quote. Trainer Ingo Gerhold zeigte sich hochzufrieden, denn die gute Form der Kurzbahnsaison konnte erfolgreich auf die Langbahn übertragen werden. Bereits früh in der Saison wurden erste Pflichtzeiten für die Württembergischen Meisterschaften im Juli (Adrian und Lukas Gölzer) sowie eine Pflichtzeit für die Baden-Württembergischen Meisterschaften im April durch Adrian über 50 m Freistil in 0:28,81 Minuten erreicht.

Bei aller Leistung kam auch das Miteinander nicht zu kurz. Nach einem erfolgreichen ersten Wettkampftag ließ das Team den Abend bei einem Besuch der Erlanger Waldweihnacht ausklingen – ein stimmungsvoller Abschluss eines intensiven Tages.

Nun geht es verdient in die Weihnachtspause, um neue Kraft zu schöpfen. Ende Januar greifen die Oberkochener Schwimmerinnen und Schwimmer wieder an – mit dem klaren Ziel, weitere Pflichtzeiten zu sammeln und im Frühjahr sowie Sommer bei den Meisterschaften erneut für Furore zu sorgen. Das Leistungsschwimmen in Oberkochen lebt – und es schwimmt auf Erfolgskurs.

Pressemitteilung vom 8. Dezember 2025