Heidenheim. Wenn sich knapp 600 Schwimmerinnen und Schwimmer aus vier Ländern messen, liegt Spannung in der Luft. Beim internationalen Schwimmfest vom 20. bis 22. März wurde das Heidenheimer Becken zum brodelnden Zentrum des Leistungssports – und mittendrin: der Schwimmverein Oberkochen. Mit zehn hochmotivierten Talenten, 38 Starts und vielen individuellen Highlights sorgte das Team für Aufsehen.
Was diesen Wettkampf so besonders machte, war nicht nur die internationale Beteiligung aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Liechtenstein, sondern vor allem die Leidenschaft, mit der die jungen Athletinnen und Athleten ins Wasser gingen. Für den SV Oberkochen zahlte sich der Trainingsfleiß eindrucksvoll aus: 29 persönliche Bestzeiten sprechen eine deutliche Sprache.
Ein echtes Highlight setzte Alexander Schöttler (Jahrgang 2008). Mit einer Zeit von 30,34 Sekunden über 50 Meter Schmetterling pulverisierte er den Vereinsrekord – und das gleich um 18 Hundertstelsekunden. Eine Leistung, die nicht nur Trainer und Teamkollegen begeisterte.
Auch der Nachwuchs zeigte, welches Potenzial in ihm steckt: Lukas Gölzer (Jg. 2017) schwamm sich mit beeindruckender Leichtigkeit gleich zweimal ganz nach oben aufs Podest. Gold über 100 Meter Brust und 100 Meter Freistil – und das mit Zeitverbesserungen von über zehn Sekunden! Ein Meilenstein, der ihm zudem gleich zwei Pflichtzeiten für die Baden-Württembergischen Meisterschaften einbrachte.
Sein Bruder und Teamkollege Adrian Gölzer (Jg. 2012) stand ihm kaum nach: Silber über 100 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling sowie eine weitere Pflichtzeit über 50 Meter Schmetterling unterstreichen seine starke Form. Ebenfalls glänzend unterwegs war Peter Schubert (Jg. 2008), der sich Silber über 100 Meter Rücken sicherte, während Sarah Ickert (Jg. 2012) mit Bronze über 200 Meter Schmetterling das Medaillenkonto abrundete. Insgesamt konnte sich der SV Oberkochen über sechs Medaillen freuen.
Doch nicht nur die Podestplätze zählen: Matilda Fuchs erlebte ihren ersten großen Wettkampf und zeigte sich von der beeindruckenden Kulisse unbeeindruckt. Mutig stellte sie sich über 50 Meter Freistil und Brust der starken Konkurrenz – ein Einstand, der Lust auf mehr macht.
Auch abseits der Medaillenränge überzeugten die Oberkochener Talente auf ganzer Linie. Jana Rosenfeld steigerte sich auf allen Bruststrecken teils um mehrere Sekunden, während Lotta Hauswald über 50 Meter Freistil und Brust mit deutlichen Verbesserungen ihre starke Form bestätigte. Yvonne Lengweiler wiederum bewies echte Vielseitigkeit und absolvierte alle 50-Meter-Strecken der verschiedenen Disziplinen.
Die Botschaft dieses Wochenendes ist klar: Beim SV Oberkochen geht die Entwicklung steil nach oben. Schon jetzt richtet sich der Blick nach vorne: Ende April wartet der nächste Wettkampf in Stuttgart. Bis dahin steht ein intensives Trainingslager in heimischer Umgebung an – mit täglichen Wassereinheiten und gezieltem Athletiktraining. Das Ziel ist klar: weitere Pflichtzeiten knacken und den SV Oberkochen auf Landesebene und vielleicht bald auch darüber hinaus vertreten.
Für junge Sportbegeisterte und ihre Eltern zeigt dieses Wochenende eindrucksvoll, was im Schwimmsport möglich ist: Gemeinschaft, Erfolgserlebnisse und die Chance, über sich hinauszuwachsen. In Oberkochen wird Leistungsschwimmen nicht nur betrieben – hier wird es gelebt.
Pressemitteilung vom 23. März 2026